Wie ich Vereinsfotograf bei der FG Grün-Weiß Wendelstein wurde
Aktualisiert: 21. Sept.
Am 20. Februar 2023 begann etwas, von dem ich damals wahrscheinlich selbst noch nicht gedacht hätte, welchen Platz es irgendwann in meinem Kalender einnehmen würde.

Meine damalige Freundin, heute meine Frau, war und ist bei der Gugge der FG Grün-Weiß Wendelstein aktiv. Über sie kam damals die Frage auf, ob ich nicht einmal den Faschingsumzug in Wendelstein fotografieren könnte.
Warum nicht?
Also Kamera geschnappt und los.
Zu diesem Zeitpunkt war das zunächst einfach ein einzelner fotografischer Einsatz. Dass daraus später einmal eine feste Zusammenarbeit und meine Rolle als Vereinsfotograf entstehen würde, war überhaupt nicht geplant.
Aus einem Einsatz wurden ziemlich viele
Der nächste größere Schritt kam zur neuen Session.
Am 25. November 2023 fotografierte ich die Veranstaltung „Dämmerung“ und damit begann sich die Zusammenarbeit immer weiter zu entwickeln.
Heute fotografiere ich eigentlich überall dort, wo ich gebraucht werde:
Teamfotos, Auftritte, Faschingsumzüge, Gugge-Auftritte, die Dämmerung, Galaprunksitzungen und viele weitere Veranstaltungen.
Irgendwann musste ich auch nicht mehr überlegen, ob ich am Wochenende etwas vorhatte.
Ein Blick in den Kalender genügte:
Auftritt. Auftritt. Veranstaltung. Auftritt. 😂
Spätestens da war ziemlich eindeutig, dass aus „Ich fotografiere da mal einen Faschingsumzug“ etwas Größeres geworden war.
Bühnenfotografie ist manchmal ziemlich gnadenlos
Gerade fotografisch hat mich die Arbeit im Fasching enorm weitergebracht.
Viele Veranstaltungen finden unter schwierigen Lichtbedingungen statt. Die Bühne ist dunkel, gleichzeitig wechseln die Farben der Scheinwerfer ständig und die Tänzerinnen und Tänzer bewegen sich schnell.
Ein Blitz kommt für mich während eines Tanzes nicht infrage.
Die Tänzerinnen und Tänzer sollen sich auf ihren Auftritt konzentrieren können und nicht ständig von einem Blitzlicht getroffen werden.
Also muss die Technik sitzen.
Belichtung, Verschlusszeit, ISO und Autofokus müssen auch funktionieren, wenn das vorhandene Licht eigentlich gerade beschlossen hat, überhaupt nicht mit dem Fotografen zusammenarbeiten zu wollen.
Durch die vielen Veranstaltungen bin ich deshalb gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen und in der Bühnenfotografie deutlich selbstsicherer geworden.
Wenn andere Vereine plötzlich deine Bilder kennen
Eine Sache freut mich dabei besonders:
Die Bilder bleiben nicht nur innerhalb des eigenen Vereins.
Über die Zeit habe ich immer häufiger Rückmeldungen aus anderen Vereinen der mittelfränkischen Faschingsszene bekommen. Mittlerweile kommt es sogar vor, dass bei Veranstaltungen gefragt wird, ob ich dieses Mal auch wieder dabei bin.
Das ist schon ein ziemlich schönes Gefühl.
Gleichzeitig ist ein eigener Vereinsfotograf in dieser Form auch nicht unbedingt selbstverständlich.
Für die Faschingsgesellschaft Grün-Weiß Wendelstein e.V. bedeutet das, dass viele Veranstaltungen und Auftritte regelmäßig fotografisch begleitet werden und dabei Bilder entstehen, die der Verein für seine eigene Außendarstellung, Erinnerungen und natürlich für die Tänzerinnen und Tänzer nutzen kann.
Noch wichtiger ist mir allerdings das Feedback der Menschen direkt im Verein.
Von den Tänzerinnen und Tänzern, dem Vorstand sowie den Eltern der Tänzerinnen und Tänzer.
Denn irgendwann merkt man, dass ein Foto eben nicht einfach nur ein Foto ist.
Gerade im Fasching steckt hinter wenigen Minuten auf einer Bühne teilweise monatelanges Training. Mit Bildern kann man genau diese Momente erhalten.
Mehr als nur Fotografieren
Für mich gehört deshalb inzwischen deutlich mehr dazu als einfach nur mit einer Kamera am Bühnenrand zu stehen.
Bei jeder Veranstaltung herrscht eine ganz eigene Atmosphäre und über die Jahre habe ich gemerkt, wie sehr man einen Verein auch durch gute Bilder unterstützen kann.
Gerade Faschings-, Tanz- und Bühnenfotografie ist eine Sparte, die längst nicht von jedem Fotografen regelmäßig abgedeckt wird.
Und vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum ich so gern dabei geblieben bin.
Der wichtigste Grund ist aber ein anderer:
Dieser Verein ist eine große Familie.
Wenn man irgendwann nicht mehr nur als „der Fotograf“ wahrgenommen wird, sondern selbstverständlich dazugehört, verändert sich auch die eigene Beziehung zu den Veranstaltungen.
Man kennt die Leute, kennt die Abläufe und weiß teilweise schon, wann auf der Bühne gleich der Moment kommt, für den man besser den Finger am Auslöser haben sollte.
Und genau das macht die Zusammenarbeit für mich heute besonders.
Und dann wäre da noch der Capo...
Zum Schluss muss allerdings noch ein Dank raus.
Danke an den Capo der Wendengugge.
Durch dich weiß ich inzwischen auch, wie wichtig ein guter Bildstabilisator sein kann.
Denn mit ein paar Bier hinter der Linse wird das mit der ruhigen Kamerahaltung manchmal doch etwas anspruchsvoller. 😂🍺📸
Gut, dass sich die Kameratechnik ebenfalls weiterentwickelt hat.







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