Wie aus einem Dachboden mein Fotostudio Traumfänger wurde
Aktualisiert: 21. Sept.
Ein eigenes Fotostudio war ursprünglich gar nicht mein großer Plan.
Eigentlich wollte ich Ende 2024 zunächst einfach einen Hobbyraum in Nürnberg mieten. Einen Ort, an dem ich meine Ausrüstung aufbauen und unabhängig von Wetter und anderen Locations fotografieren konnte.
Die Suche lief allerdings nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Die Suche nach einem passenden Raum
Ich hatte mir verschiedene Räumlichkeiten in Nürnberg angesehen.
Das Problem: Vieles davon war schlicht ziemlich heruntergekommen und hätte entweder enorm viel Arbeit benötigt oder überhaupt nicht zu dem gepasst, was ich mir unter einem kreativen Raum vorgestellt hatte.
Ich wollte schließlich keinen Kellerraum, in den man irgendwo zwei Blitze stellt.
Wenn ich schon einen festen Raum für meine Fotografie habe, sollte daraus auch etwas entstehen, in dem ich mich selbst gerne aufhalte und in dem sich auch die Menschen vor meiner Kamera wohlfühlen.
Und dann kam die Lösung eigentlich über einen ganz anderen Weg.
Über Palazzo zum eigenen Studio
Durch meine Zusammenarbeit mit dem Fotoladen, der auch die Bilder für Palazzo Nürnberg produziert, ergab sich schließlich eine Möglichkeit, mit der ich vorher gar nicht gerechnet hatte.
Ralph vom Fotoladen Dipping hatte im 4. Obergeschoss einen unterteilten Dachboden.
Und Dachboden klingt dabei zunächst vielleicht etwas unspektakulär.
Der Raum hatte aber einen entscheidenden Vorteil: Höhe.
Damit war plötzlich genügend Platz vorhanden, um dort einen eigenen kreativen Bereich einzubauen und ein kleines Fotostudio entstehen zu lassen.
Also nahm ich das Angebot an.
Im Dezember 2024 eröffnete dort schließlich mein eigenes kleines Studio.

Warum eigentlich „Fotostudio Traumfänger“?
Der Name sollte natürlich zu Optic Dreamcatcher Photography passen.
Aber für mich funktioniert „Traumfänger“ auch unabhängig davon ziemlich gut als Beschreibung dessen, was dieser Raum sein soll.
Denn im Studio entstehen die Bilder zunächst meistens lange vor dem ersten Auslösen der Kamera.
Eine Idee, ein Outfit, eine Lichtstimmung oder ein bestimmtes Bild im Kopf.
Im Fotostudio Traumfänger bekommen solche Ideen ihren Raum.
Aus einer Vorstellung wird ein Set, aus einem Set eine Aufnahme und manchmal aus einer spontanen Idee genau das Bild, das am Ende hängen bleibt.
Eigentlich also ein ganz passender Name für einen Ort, an dem man versucht, fotografische Ideen einzufangen.
Stück für Stück selbst aufgebaut
Das Studio war keine fertig eingerichtete Fläche, in die ich einfach nur meine Kamera stellen musste.
Die Ausstattung habe ich nach und nach selbst gekauft, aufgebaut und in den Raum integriert.
Blitze, Hintergründe und alles, was für unterschiedliche Shootings benötigt wird, kamen Stück für Stück dazu.
Welche Ausstattung aktuell im Fotostudio vorhanden ist, habe ich auf meiner Studio-Seite ausführlicher zusammengestellt.
Boudoir, Creator und Portrait
Heute nutze ich das Studio vor allem für drei Bereiche.
Am häufigsten für Boudoir- und Lingerie-Shootings, danach für Creator-Content und klassische Portraitshootings.
Gerade bei diesen Bereichen hat ein eigener Raum einige Vorteile.
Man kann sich wesentlich mehr Zeit nehmen, Licht und Set gezielt aufbauen und ist vor allem komplett unabhängig davon, was das Wetter draußen gerade beschlossen hat.
Regen, Wind oder zehn Minuten später plötzlich eine komplett andere Lichtstimmung spielen im Studio keine Rolle.
Das gibt mir wesentlich mehr Kontrolle über die Aufnahme und ermöglicht es, Bildideen sehr gezielt umzusetzen.
Klein, aber ungestört
Mein Studio ist kompakter als einige klassische große Mietstudios.
Außerdem befindet es sich im 4. Obergeschoss und ist ausschließlich über das Treppenhaus erreichbar.
Dafür bietet der Raum etwas, das gerade bei Boudoir-, Creator- und Portraitshootings besonders wichtig ist:
Ruhe und Privatsphäre.
Während eines Shootings läuft dort niemand ständig durchs Set und es gibt keinen normalen Publikumsverkehr.
Auch wenn das Studio Teil einer größeren Fläche ist, bleibt der eigentliche Shootingbereich während der Aufnahmen ruhig und abgeschirmt.
Gerade bei Shootings, bei denen Vertrauen und eine entspannte Atmosphäre wichtig sind, ist mir das wesentlich wichtiger als möglichst viele Quadratmeter.
Das Studio kann auch gemietet werden
Das Fotostudio Traumfänger nutze nicht nur ich selbst.
Der Raum kann auch von anderen Fotografen oder Kreativen gemietet werden.
Damit stehen die vorhandene Fläche und Ausstattung auch für eigene Projekte zur Verfügung, ohne dass erst selbst ein komplettes Studio aufgebaut werden muss.
Weitere Informationen zur Ausstattung und Studiomiete gibt es ebenfalls auf meiner Fotostudio-Seite.
Fertig ist ein Studio eigentlich nie
Seit Dezember 2024 hat sich im Studio bereits einiges verändert.
Und fertig ist der Raum trotzdem noch lange nicht.
Als Nächstes soll eine feste Wand entstehen, die den Studiobereich noch klarer vom restlichen Teil der Fläche trennt.
Auch heute ist während der Shootings Privatsphäre gewährleistet, die zusätzliche Wand soll den Raum aber noch geschlossener und eigenständiger machen.
Außerdem sollen weitere Hintergründe dazukommen.
Und auch bei den Outfits möchte ich den Bestand erweitern, sodass Models künftig direkt im Studio auf verschiedene Kleidungsstücke und Looks zurückgreifen können.
Damit soll das Studio Stück für Stück vielseitiger werden.
Nicht unbedingt größer.
Aber immer ein bisschen besser.
Aus einem Hobbyraum wurde mein eigener kreativer Ort
Wenn ich an die ursprüngliche Suche zurückdenke, wollte ich eigentlich nur einen brauchbaren Hobbyraum.
Am Ende wurde daraus etwas ganz anderes.
Ein eigener Ort für Boudoir, Creator und Portrait.
Ein Raum, den ich selbst eingerichtet habe und den ich immer weiter verändern kann.
Und vielleicht passt genau deshalb der Name Traumfänger so gut.
Denn aus einem Raum, den ich eigentlich nur zum Fotografieren gesucht hatte, wurde irgendwann ein Ort, an dem aus Ideen Bilder werden.




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