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Wie aus Ausprobieren langsam Wissen wurde

22. Jan.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Sept.

Ende 2018 hatte ich meine ersten Shootings hinter mir und ziemlich schnell gemerkt:

Mit der Kameraautomatik werde ich auf Dauer nicht glücklich.


  • Canon EOS 4000D aus meiner fotografischen Anfangszeit.
  • Canon EOS R8, meine erste spiegellose Kamera ab Dezember 2023.
  • Canon EOS R6 Mark III, die im November 2025 zu meiner Ausrüstung kam.

EOS 4000D R8 R6 Mark III


Gerade bei meinen ersten Content- und Boudoir-Shootings wollte ich irgendwann nicht mehr darauf hoffen, dass die Kamera schon irgendwie die richtige Entscheidung trifft. Ich wollte verstehen, warum ein Bild funktioniert und warum das nächste eben nicht funktioniert.


Also fing ich an, mich intensiver mit Fotografie zu beschäftigen.

Ich absolvierte zwei Onlinekurse zur Boudoir-Fotografie und einen weiteren Kurs rund um Kameraeinstellungen. Zuerst ging es für mich vor allem um Blende, ISO, Verschlusszeit und Fokus. Danach kamen Posing und natürlich Lightroom dazu.


Zum Glück bin ich jemand, der neue Dinge ziemlich schnell aufnimmt und dann sofort ausprobieren muss. Nur einen Kurs anschauen und danach sagen „Jetzt kann ich das“ funktioniert bei Fotografie sowieso nicht.

Also wurde fotografiert.


Wenn es irgendwie möglich war, jedes Wochenende

Und daran hat sich bis heute eigentlich wenig geändert. Fotografie entwickelt sich ständig weiter, Kameratechnik ebenso. Für mich gehört deshalb dazu, regelmäßig zu fotografieren, Neues auszuprobieren und nicht irgendwann zu glauben, man hätte ausgelernt.



Irgendwann sitzt man plötzlich auf der anderen Seite


Einen Moment, an dem ich gemerkt habe, wie viel ich inzwischen gelernt hatte, gab es tatsächlich auch.

Bei späteren Lehrgängen kam irgendwann der Punkt, an dem der eigentliche Inhalt für mich kaum noch etwas Neues enthielt. Am Ende unterstützte ich sogar den Ausbilder dabei, den anderen Teilnehmern Dinge zu erklären.


Da denkt man dann schon kurz:

Okay... scheinbar ist von dem ganzen Zeug tatsächlich etwas hängen geblieben. 😄


Natürlich bedeutet das nicht, dass man irgendwann fertig ist. Wahrscheinlich gibt es keinen Fotografen, der ernsthaft behauptet, alles zu können.

Und falls doch, wäre ich skeptisch.



Von der EOS 4000D zur spiegellosen Kamera

Technisch wurde natürlich ebenfalls irgendwann aufgerüstet.

Im Dezember 2023 kam mit der Canon EOS R8 meine erste spiegellose Kamera. Im Vergleich zu meiner ursprünglichen EOS 4000D war das natürlich ein gewaltiger Sprung.


Im November 2025 kam zusätzlich die Canon EOS R6 Mark III dazu.

Für mich war der Wechsel auf spiegellose Kameras irgendwann der logische Schritt. Die Technik entwickelt sich in diese Richtung und gleichzeitig möchte ich natürlich auch die Qualität meiner Arbeit ständig weiter verbessern.

Aber mindestens genauso wichtig wie die Kamera selbst wurden für mich die Objektive.


Und natürlich das vermutlich wichtigste Zubehör meiner gesamten Fotografenlaufbahn:


ein rosa Bärchenanhänger.


Kostenpunkt: ungefähr 1 Euro aus einem Kaugummiautomaten an der Nürnberger Burg. 😂


Das Ding hängt an der Kamera und schafft es erstaunlich zuverlässig, Menschen natürlicher zum Lachen zu bringen.


Falls jemand also noch nach dem ultimativen Fotoequipment sucht: Nürnberger Burg. Kaugummiautomat. Rosa Bärchen. Keine Provision meinerseits. 😄



Nicht jede Anschaffung ist ein Volltreffer

Natürlich habe ich über die Jahre auch Geld für Dinge ausgegeben, bei denen ich später dachte:


„Ja... hätte jetzt vielleicht nicht unbedingt sein müssen.“


Ich möchte den Fotografen kennenlernen, der mit hundert Prozent seiner Anschaffungen glücklich war.


Ein Beispiel aus jüngerer Vergangenheit ist für mich das Canon RF 100-400mm F5.6-8 IS USM. Ein grundsätzlich interessantes Telezoom, aber für das, was ich damit machen wollte, am Ende einfach nicht die Anschaffung, die ich mir davon versprochen hatte.


Auch das gehört dazu.


Man kauft etwas, probiert es aus und merkt manchmal erst danach, ob es wirklich zur eigenen Arbeitsweise passt.



Lernen und machen

Wenn ich heute zurückblicke, war weder nur Theorie noch ausschließlich Praxis entscheidend.


Es war die Kombination aus beidem.


In Kursen kann man verstehen, warum etwas funktioniert. Beim Fotografieren merkt man dann, ob man es auch tatsächlich umsetzen kann.

Und deshalb fotografiere ich bis heute regelmäßig weiter.

Natürlich könnte man sagen, dass mich allein schon das ganze Geld motivieren müsste, das inzwischen in Kameras, Objektive und Zubehör geflossen ist. 😂


Aber eigentlich ist es etwas anderes.

Mich motiviert, bei meinen Bildern immer wieder einen Fortschritt zu erkennen.


Fotografie ist für mich außerdem eine Kunst, die es wert ist, erhalten zu bleiben. Gerade heute entstehen unzählige Bilder jeden Tag und trotzdem können einzelne Fotos unglaublich viel bedeuten.


Sie können Menschen glücklich machen.


Sie können Geschichten erzählen.


Und manchmal halten sie einen Moment fest, bevor er irgendwann nur noch eine Erinnerung wäre.


Genau deshalb möchte ich immer weiterlernen.

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