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Mein Abend als Gästefotograf im Palazzo Nürnberg

9. Feb.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. Sept.

Wenn sich die Türen des Palazzo Nürnberg öffnen, beginnt für die Gäste ein besonderer Abend. Für mich beginnt die Arbeit schon etwas früher: mit Kamera, Aufsteckblitz und der Vorfreude auf die Menschen, die ich gleich vor der Fotowand begrüßen darf.

Seit der Saison 2022/2023 bin ich als Gästefotograf dabei. Auf die Stelle bin ich damals durch eine Annonce aufmerksam geworden. Daraus ist eine Aufgabe geworden, die mir fotografisch und persönlich viel bedeutet.


Die ersten Bilder entstehen vor der Show

Etwa 15 Minuten vor dem Einlass bin ich vor Ort. Sobald die Gäste ins Foyer kommen, fotografiere ich sie vor der Palazzo-Fotowand.

Dabei ist mir wichtig, dass die Begegnung locker bleibt. Ich spreche die Menschen ungezwungen an, gerne auch mit einem kleinen Scherz. So entsteht schnell eine gemeinsame Ebene und die Situation fühlt sich weniger steif an.

Besonders schön sind die Wiedersehen: Gäste, die jedes Jahr kommen, bekannte Gesichter oder Freunde, denen ich dort begegne. Das macht jeden Abend ein bisschen anders.


Ein lächelnder Gästefotograf im Palazzo Nürnberg vor einer Logowand.

Blau, Gelb und Rot – eine Herausforderung für die Kamera

Aktuell arbeite ich mit einer Canon EOS R6 Mark III, einem 24–105-mm-Objektiv und einem Canon-Aufsteckblitz.

Eine der größten Herausforderungen ist das Licht im Vorzelt. Es ist gedimmt, die Fotowand ist blau, die Beleuchtung gelb und die Umgebung überwiegend rot. Diese Mischung macht es manchmal schwierig, die Farben im Bild ausgewogen wiederzugeben.

Gerade hier habe ich viel über den bewussten Einsatz des Blitzes, Farbkomposition und Weißabgleich gelernt. Es reicht eben nicht, einfach nur für mehr Helligkeit zu sorgen. Licht und Farben müssen zusammenpassen, damit auch die Menschen auf den Bildern natürlich wirken.


Während die Show läuft, geht es für mich zum Drucken

Mit Beginn der Show startet für mich der nächste Teil des Abends. Ich fahre zum Fotoladen Dipping in Nürnberg, mit dem wir zusammenarbeiten. Dort werden die entstandenen Bilder gedruckt.

Anschließend kommen die Fotos in Passepartouts. Danach geht es zurück zum Palazzo-Zelt, wo der Fotoverkauf für die Gäste beginnt. So können sie ihre Erinnerung an diesen Abend direkt als gedrucktes Bild mit nach Hause nehmen.

Wenn nach dem Drucken noch etwas Zeit bleibt, fotografiere ich gelegentlich auch in der Show. Mein Schwerpunkt liegt aber auf den Gästen. Zu Ende ist mein Arbeitstag erst, wenn alle Gäste das Zelt verlassen haben.


Akrobatik-Duo bei der Show im Palazzo Nürnberg

Meine Lieblingsbilder zeigen auch das Team

Bei so vielen Aufnahmen fällt es mir schwer, ein einziges Lieblingsfoto auszuwählen. Besonders viel bedeuten mir die Teambilder mit den Kellnern, dem Barpersonal, dem Palastchef, dem Küchen- und dem Künstlerteam.

Von Ende Oktober bis Mitte März verbringt man eine lange Saison miteinander. In dieser Zeit wächst man für mich zu einer riesigen Familie zusammen. Deshalb sind diese Gruppenbilder so schöne Erinnerungen: Sie zeigen die Menschen, mit denen ich diese besondere Zeit geteilt habe.


Show-Tänzer in Astronautenkostümen im Palazzo Nürnberg

Was mich jede Saison wieder begeistert

Es sind vor allem die vielen unterschiedlichen Charaktere, mit denen ich in Kontakt komme. Jede Begegnung bringt etwas Eigenes mit, und genau das macht die Arbeit als Gästefotograf für mich so abwechslungsreich.

Gleichzeitig hat mich die Zeit im Palazzo fotografisch weitergebracht. Mit anspruchsvollen Lichtverhältnissen umzugehen, meinen Blitz gezielt einzusetzen und auf Farben zu achten, gehört dort jeden Abend dazu.

Wenn ich später die Bilder einer Saison ansehe, erinnere ich mich deshalb an viel mehr als einzelne Fototermine: an Wiedersehen, gemeinsame Abende und ein Team, das über die Monate zusammengewachsen ist.

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