Eine Idee, die zwei Jahre auf ihre Umsetzung gewartet hat
Aktualisiert: 26. Sept.
Manche Shootingideen entstehen spontan.
Andere bleiben ziemlich lange im Kopf.
Dieses Shooting gehörte eindeutig zur zweiten Sorte.
Seit ungefähr zwei Jahren hatte ich die Idee, ein nordamerikanisch-indigen inspiriertes Shooting gemeinsam mit einem Pferd umzusetzen.
Das passende Outfit hatte ich sogar schon die ganze Zeit zuhause.
Nur gab es dabei ein ziemlich entscheidendes Problem:
Entweder passte das Outfit nicht oder die Person, der es gepasst hätte, hatte kein Pferd.
Am 7. August 2026 passte schließlich beides zusammen.
Judith passte das Outfit.
Und Judith hat Montano.
Damit konnte eine Idee, die schon lange auf meiner imaginären Shootingliste stand, endlich umgesetzt werden.
Das Outfit war schon lange bereit
Das Outfit besteht aus Hirschleder und ist mit aufwendigen Perlenverzierungen versehen.
Für mich war von Anfang an klar, dass dieses Shooting nicht einfach nur ein Portrait mit einem ungewöhnlichen Kleidungsstück werden sollte.
Das komplette Setting sollte zusammenpassen.
Dazu kamen deshalb Pfeil und Bogen, ein traditionell inspirierter Sammlerbeutel und Federschmuck im Haar.
Der entscheidende Bestandteil fehlte allerdings lange:
Ein Pferd.
Denn genau das sollte die Bildidee komplett machen.
Mit Judith und Montano war schließlich die Kombination gefunden, nach der ich lange gesucht hatte.

Am 7. August war es endlich so weit
Das Shooting fand am 7. August 2026 in einem Stall bei Obermichelbach statt.
Große Vorbereitungen waren diesmal gar nicht nötig.
Das Outfit und die Requisiten waren bereits vorhanden.
Wir mussten eigentlich nur noch klären, wann und wo wir fotografieren.
Manchmal kann die Vorbereitung auf eine Idee zwei Jahre dauern und der eigentliche Plan steht dann innerhalb weniger Gespräche.
Mit Pferd läuft nicht immer alles nach Plan
Bei einem Shooting mit Tieren gibt es natürlich einen Faktor, den man nur begrenzt planen kann.
Das Tier selbst.
Pferde interessieren sich verständlicherweise nicht besonders dafür, welche Pose gerade fotografisch perfekt wäre.
Und genau deshalb braucht man bei solchen Shootings manchmal etwas mehr Geduld.
Montano musste schließlich genauso Teil des Bildes sein wie Judith.
Man kann vieles vorbereiten, aber am Ende entscheidet ein Pferd eben immer ein bisschen mit.

Die eigentliche Herausforderung kam erst danach
Fotografisch war das Shooting selbst gar nicht das größte Problem.
Die eigentliche Herausforderung begann bei der Bearbeitung.
Ein moderner, sehr futuristischer oder extrem cleaner Bildstil hätte für mich überhaupt nicht zu dieser Serie gepasst.
Das Outfit, das Pferd und die Umgebung verlangten nach etwas anderem.
Also musste ich zunächst einen Bearbeitungsstil entwickeln, der zur kompletten Bildidee passt.
Am Ende bin ich bei einer warmen und erdigen Farbgebung gelandet.
Braun-, Beige- und Naturtöne bleiben dominant, während die kräftigeren Farben der Perlen und Details sichtbar bleiben, ohne das Bild zu übernehmen.
Auch die Umgebung wirkt dadurch ruhiger.
Für mich unterstützt dieser Look genau das, was die Bilder vermitteln sollen:
Ruhe, Naturverbundenheit und etwas Zeitloses.
Fast so, als würde die Szene für einen Moment außerhalb der heutigen Zeit stattfinden.

Mein Lieblingsbild entstand sogar ohne Pferd
Ausgerechnet eines meiner Lieblingsbilder aus dem Shooting zeigt Judith ohne Montano.
Es ist ein Portrait von ihr allein.
Und genau dieses Bild hat für mich eine ganz besondere Wirkung.
Die trockene Landschaft im Hintergrund, das helle Hirschleder, die Perlen und der Federschmuck ergeben zusammen eine sehr ruhige Bildwirkung.
Judith schaut dabei nicht direkt in die Kamera.
Dadurch wirkt das Bild weniger wie eine klassische inszenierte Portraitaufnahme und mehr wie ein Moment innerhalb einer Geschichte.
Gerade bei diesem Bild funktioniert für mich auch der warme Bearbeitungsstil besonders gut.
Nichts schreit nach Aufmerksamkeit.
Trotzdem bleibt das Bild hängen.

Zwei Jahre warten und dann passt plötzlich alles
Das Schönste an diesem Shooting war für mich eigentlich ziemlich einfach:
Ich konnte die Idee endlich umsetzen.
Und gleichzeitig hatten wir während des Shootings eine richtig gute Zeit zusammen.
Manche Konzepte wirken im Kopf besser als später in der Realität.
Hier war es für mich genau andersherum.
Location, Outfit, Judith und Montano haben zusammengepasst.
Deshalb würde ich das Shooting auch nicht anders planen, wenn ich es noch einmal machen würde.
Ich würde es genauso wieder umsetzen.
Wenn eine Idee endlich zu Bildern wird
Ich habe viele Shootingideen.
Manche davon werden ziemlich schnell umgesetzt und andere warten eben ein bisschen länger.
Bei diesem Shooting waren es ungefähr zwei Jahre.
Im Nachhinein war das vielleicht sogar ganz gut.
Denn die richtige Person, das passende Pferd und die passende Location mussten eben gleichzeitig zusammenkommen.
Und manchmal ist genau das der Unterschied zwischen einer Idee, die irgendwie umgesetzt wird, und einer Serie, bei der am Ende wirklich alles zusammenpasst.

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