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Businessfotografie: Vom Bewerbungsfoto bis zum Unternehmensalltag

6. Apr.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Sept.

Mit meinem eigenen Fotostudio kam für mich Ende 2024 nicht nur ein neuer Ort für Portrait-, Boudoir- und Creator-Shootings dazu.

Plötzlich konnte ich auch einen Bereich anbieten, der vorher bei mir deutlich weniger im Mittelpunkt stand: Bewerbungs- und Businessfotografie.

Nachdem ich diese Shootings erstmals angeboten hatte, wurde das Angebot auch ziemlich schnell angenommen. Seitdem gehören Bewerbungsfotos, Mitarbeiterportraits und Aufnahmen direkt in Unternehmen immer wieder zu meiner Arbeit.


Vom Studio zur Businessfotografie

Ein eigenes Studio eröffnet fotografisch einige Möglichkeiten, die vorher einfach schwieriger umzusetzen waren.

Gerade einzelne Bewerbungsfotos oder Businessportraits lassen sich dort sehr gezielt umsetzen.

Licht, Hintergrund und Bildwirkung können vorbereitet werden und der Kunde bekommt innerhalb relativ kurzer Zeit professionelle Aufnahmen.

Bei größeren Aufträgen sieht das allerdings anders aus.

Sobald mehrere Mitarbeiter fotografiert werden sollen oder zusätzlich Bilder aus dem Arbeitsalltag benötigt werden, fotografiere ich wesentlich lieber direkt beim Unternehmen vor Ort.

Denn dort entstehen Bilder in der Umgebung, in der die Menschen tatsächlich arbeiten.


Businessportrait bei einem Unternehmensshooting in Nürnberg.

Vor dem Shooting muss klar sein, was gebraucht wird

Bei einem Business-Shooting ist die Vorbereitung besonders wichtig.

Vorher kläre ich unter anderem, wie viele Mitarbeiter fotografiert werden sollen und welche Situationen der Kunde darstellen möchte.

Zusätzlich schaue ich mir gemeinsam mit dem Kunden an, welche Locations am Shootingort zur Verfügung stehen.

Ein Besprechungsraum kann beispielsweise genauso interessant sein wie eine Werkstatt, ein Büro, ein Verkaufsraum oder ein Arbeitsplatz direkt im Unternehmen.

Je genauer vorher klar ist, welche Bilder benötigt werden, desto strukturierter lässt sich der Shootingtag planen.


Businessportrait ist nicht einfach nur Portrait

Ein normales Portrait darf für mich auch einmal perfekt unperfekt sein.

Eine ungewöhnliche Haltung, ein spontaner Ausdruck oder ein Bild, das vielleicht nicht hundertprozentig geplant war, kann gerade dadurch interessant wirken.

Bei Businessaufnahmen gelten etwas andere Regeln.

Hier müssen Kleidung, Haltung, Licht und Gesamteindruck zusammenpassen.

Außerdem soll ein Business-Shooting nicht unnötig lange dauern.

Gerade wenn Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit fotografiert werden, gilt ziemlich schnell: Zeit ist Geld.

Das bedeutet für mich, konzentriert zu arbeiten und trotzdem nicht einfach nur möglichst schnell ein Bild zu produzieren.


Seriös heißt nicht unpersönlich

Ein professionelles Businessfoto darf seriös sein, ohne dabei steif zu wirken.

Für mich ist es wichtig, dass die Persönlichkeit der fotografierten Person weiterhin erkennbar bleibt.

Denn genau das schafft am Ende Vertrauen.

Ein technisch perfektes Bild hilft wenig, wenn die Person darauf komplett austauschbar wirkt.

Gerade auf einer Unternehmenswebsite, in sozialen Netzwerken oder auf Businessprofilen sollen Kunden schließlich nicht nur ein Unternehmen sehen, sondern auch die Menschen dahinter kennenlernen.

Deshalb versuche ich, Seriosität und Persönlichkeit miteinander zu verbinden.


Das Outfit muss zum Beruf passen

Auch bei der Kleidung gibt es für mich keine allgemeine Regel wie „Business bedeutet Anzug“.

Das Outfit sollte zur jeweiligen Branche passen.

Ein Geschäftsführer eines Unternehmens kann im Anzug genau richtig wirken.

Bei anderen Berufen wäre derselbe Look dagegen komplett unpassend.

Ein Maurer im Anzug würde beispielsweise kaum glaubwürdig vermitteln, wie sein tatsächlicher Arbeitsalltag aussieht.

Die Kleidung sollte deshalb nicht nur ordentlich aussehen, sondern vor allem zum Beruf, zum Unternehmen und zur gewünschten Bildwirkung passen.


Nicht nur Portraits, sondern das Unternehmen selbst

Businessfotografie hört für mich nicht bei Mitarbeiterportraits auf.

Je nach Bedarf des Kunden entstehen auch Bilder aus dem Arbeitsalltag.

Mitarbeiter bei ihrer Arbeit, Besprechungen, Räume, Arbeitsbereiche oder andere typische Szenen aus dem Unternehmen können genauso wichtig sein.

Auch Teamevents können fotografisch begleitet werden.

Dadurch entsteht am Ende nicht einfach nur eine Sammlung einzelner Portraits, sondern ein deutlich vollständigerer Eindruck des Unternehmens.

Solche Aufnahmen können später für Websites, Social Media, Unternehmensprofile oder andere Werbematerialien genutzt werden.


Businessfotografie am Arbeitsplatz in Nürnberg.

Ein Beispiel: neue Businessbilder für Daria

Ein gutes Beispiel für ein einzelnes Business-Shooting war Daria.

Sie kam auf mich zu, weil sie neue Bilder für ihre Business-Accounts benötigte.

Bei solchen Terminen kann das Studio seine Vorteile besonders gut ausspielen.

Es braucht kein großes Team und keine komplette Unternehmenslocation.

Stattdessen können wir uns gezielt auf die Person konzentrieren und Bilder erstellen, die zu ihrem beruflichen Auftreten passen.

Genau solche Shootings zeigen auch, dass Businessfotografie nicht zwangsläufig immer ein großer Unternehmensauftrag sein muss.

Manchmal braucht einfach nur eine einzelne Person neue professionelle Bilder.


Daria bei einem Business-Shooting für ihre Business-Accounts.

Auch ein Business-Shooting braucht manchmal länger als gedacht

Was gerne unterschätzt wird, ist der Zeitaufwand.

Gerade bei größeren Unternehmensshootings klingt es vorher oft sehr einfach:

Ein paar Mitarbeiter fotografieren, einige Bilder aus dem Arbeitsalltag und fertig.

In der Praxis dauert es manchmal doch länger.

Mitarbeiter müssen verfügbar sein, Räume werden noch vorbereitet, einzelne Szenen müssen aufgebaut werden und nicht immer läuft alles exakt nach Zeitplan.

Deshalb plane ich solche Shootings lieber mit etwas Luft.

Denn nur weil Businessfotografie effizient sein soll, bedeutet das nicht, dass am Ende unter Zeitdruck schlechte Bilder entstehen sollen.


Einmaliger Auftrag oder langfristige Zusammenarbeit

Wie häufig ein Unternehmen neue Bilder benötigt, ist sehr unterschiedlich.

Manche Kunden brauchen einmalig neue Businessfotos oder Mitarbeiterportraits.

Andere Unternehmen benötigen regelmäßig neue Aufnahmen, beispielsweise wenn neue Mitarbeiter dazukommen, sich Räume verändern oder neuer Content für die Website und soziale Netzwerke benötigt wird.

Beides ist möglich.

Die Businessfotografie kann deshalb von einem kurzen Termin für ein einzelnes Bewerbungsfoto bis zu einer langfristigen fotografischen Begleitung eines Unternehmens reichen.


Wenn die Bilder zum Unternehmen passen

Am Ende ist für mich genau das der wichtigste Punkt:

Businessfotografie muss zum Unternehmen und zu den Menschen darin passen.

Sie soll professionell wirken, Vertrauen schaffen und trotzdem nicht künstlich aussehen.

Das positive Feedback, das ich bisher aus Unternehmen nach solchen Shootings bekommen habe, zeigt mir, dass genau diese Mischung gut funktioniert.

Denn auch im Businessbereich stehen am Ende keine Firmenlogos vor meiner Kamera.

Sondern Menschen. 📸

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