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Boudoir-Shooting: Die Fragen, die sich fast jeder vorher stellt

21. Sept.
6 Min. Lesezeit

Ein Boudoir-Shooting zu buchen ist für viele erst einmal ein ziemlich großer Schritt.

Die meisten Menschen, die bei mir vor der Kamera stehen, machen so etwas nicht regelmäßig. Viele haben sogar vorher noch nie ein vergleichbares Shooting gemacht.

Die größte Hürde ist deshalb häufig gar nicht das Outfit oder die Frage nach der richtigen Pose.

Es ist überhaupt erst der Mut, sich zu trauen.

Ich habe inzwischen viele Shootings in diesem Bereich gemacht und bisher war es für die Personen vor meiner Kamera immer ein besonderes Erlebnis.

Und das Wichtigste dabei ist: Niemand muss alleine kommen.

Eine Vertrauensperson darf jederzeit mitgebracht werden.


Ich bin überhaupt nicht fotogen. Funktioniert das trotzdem?

Diese Aussage höre ich ziemlich häufig.

Ob jemand auf einem Bild gut aussieht, hängt aber nicht einfach davon ab, ob diese Person angeblich „fotogen“ ist oder nicht.

Licht, Kamerawinkel, Körperhaltung und vor allem die richtige Pose machen einen riesigen Unterschied.

Mit passenden Anweisungen kann ich sehr viel beeinflussen.

Deshalb braucht niemand Angst zu haben, nicht zu wissen, wie man sich vor der Kamera bewegen soll.


Boudoir-Aufnahme mit angeleiteter Pose im Fotostudio in Nürnberg.

Muss ich Erfahrung vor der Kamera haben?

Nein.

Die wenigsten Personen, die bei mir vor der Kamera stehen, haben vorher Modelerfahrung.

Deshalb leite ich während des Shootings durch die Posen.

Zusätzlich habe ich Karten mit verschiedenen Posen, die wir als Orientierung verwenden können.

Niemand muss also ins Studio kommen und direkt wissen, wohin mit Armen, Händen und Beinen.

Genau dafür bin ich da.


Wie viel Haut muss ich bei einem Boudoir-Shooting zeigen?

Ein Boudoir-Shooting ist natürlich etwas anderes als ein klassisches Portraitshooting.

Man sollte deshalb grundsätzlich bereit sein, etwas mehr Haut zu zeigen.

Das bedeutet aber nicht, dass man beim ersten Bild sofort in Dessous vor der Kamera stehen muss.

Normalerweise tasten wir uns langsam heran.

Wir können beispielsweise mit einer kurzen Jeans und einem offenen Hemd beginnen oder mit einem Kimono arbeiten.

Vor dem Shooting wird außerdem genau besprochen, wie weit die Bilder gehen sollen.

Und trotzdem bleibt diese Entscheidung während des gesamten Shootings bei der Person vor der Kamera.

Wenn etwas zu viel wird, kann jederzeit gestoppt werden.

Genauso kann während des Shootings entschieden werden, dass man sich inzwischen wohler fühlt und doch etwas mehr ausprobieren möchte als ursprünglich geplant.

Nichts davon muss vorher endgültig festgeschrieben sein.


Boudoir-Aufnahme aus einem Shooting in Nürnberg.

Welche Outfits eignen sich?

Für den Einstieg funktionieren ein Hemd oder ein Kimono sehr gut.

Danach hängt vieles davon ab, womit sich die Person selbst wohlfühlt.

Spitzenunterwäsche, Dessous oder ein Body funktionieren bei Boudoir-Shootings fast immer sehr gut.

Ich gebe natürlich gerne Tipps und wir können die Outfits vor dem Shooting gemeinsam durchgehen.

Am Ende sollte aber nichts getragen werden, nur weil man glaubt, dass es bei einem Boudoir-Shooting „so sein muss“.


Wie viele Outfits sollte ich mitbringen?

Ich würde mindestens zwei unterschiedliche Outfits empfehlen.

Zusätzlich kann ein Hemd oder Kimono mitgebracht werden, mit dem wir etwas angezogener starten können.

Dadurch haben wir während des Shootings genügend Möglichkeiten, verschiedene Bildwirkungen umzusetzen.


Welche Farben funktionieren besonders gut?

Schwarz und Rot funktionieren im Boudoir-Bereich eigentlich immer.

Sie passen zu vielen Hintergründen und können je nach Licht sehr unterschiedlich wirken.

Es muss aber überhaupt nicht immer Schwarz oder Rot sein.

Grün, Blau oder andere Farben können ebenfalls sehr schön aussehen.

Viel wichtiger ist, dass Farbe, Outfit und Persönlichkeit zusammenpassen.


Dessous-Shooting im Fotostudio in Nürnberg.

Gibt es Unterwäsche, von der ich eher abraten würde?

Sehr klassische Alltagsunterwäsche wirkt auf Fotos häufig deutlich weniger interessant als man vorher erwartet.

Wenn ein Set keinerlei besondere Details, Struktur oder Schnitt hat, kann es schnell sehr schlicht wirken.

Spitze, besondere Stoffe, interessante Schnitte oder kleine Details bringen fotografisch meistens deutlich mehr mit.

Natürlich gibt es Ausnahmen.

Wenn genau dieser schlichte Look gewünscht ist, kann auch das funktionieren.


Muss ich die Posen selbst können?

Nein.

Ich leite die Posen während des Shootings an und zeige, wie Körperhaltung, Beine, Arme oder Hände positioniert werden können.

Die Pose wird dabei auch an die jeweilige Person angepasst.

Nicht jede Pose funktioniert bei jedem Menschen gleich gut.

Das Ziel ist deshalb nicht, irgendein Bild aus dem Internet exakt zu kopieren, sondern eine Haltung zu finden, die zur Person vor der Kamera passt.


Wie verhindert man, dass die Stimmung unangenehm wird?

Kommunikation ist für mich bei einem Boudoir-Shooting extrem wichtig.

Im Studio steht eine Musikbox bereit und jeder darf sich die Musik aussuchen, mit der er sich wohlfühlt.

Zwischendurch schauen wir uns gemeinsam Bilder auf der Kamera an.

Dadurch sieht die Person vor der Kamera auch direkt, wie die Bilder wirken und bekommt ein besseres Gefühl dafür, was gerade entsteht.

Und natürlich dreht sich während eines Shootings nicht jedes Gespräch um Fotografie.

Normale Unterhaltungen gehören genauso dazu.

Ein bisschen lachen, Geschichten erzählen oder zwischendurch irgendeinen Blödsinn reden macht die Situation oft sehr viel entspannter.

Ein Boudoir-Shooting soll schließlich nicht zwei Stunden betretenes Schweigen bei Hintergrundmusik sein.


Was ist, wenn mir etwas unangenehm wird?

Nein heißt nein.

Da gibt es für mich keine Diskussion.

Die Person vor der Kamera muss sich während des gesamten Shootings wohlfühlen.

Wenn eine Pose, ein Outfit oder eine Bildidee unangenehm wird, machen wir etwas anderes.

Ich möchte bei solchen Shootings keinerlei Unsicherheit erzeugen.

Ich bin dort als professioneller Fotograf und genauso verhalte ich mich auch.

Gerade bei Boudoir ist Vertrauen ein wichtiger Bestandteil des Shootings.


Kann ich erst angezogener anfangen?

Ja, sogar sehr gerne.

Genau deshalb eignen sich beispielsweise Hemd, Kimono oder ein Outfit mit kurzer Jeans für den Einstieg.

Niemand muss direkt mit dem freizügigsten Outfit beginnen.

Wir können das Shooting Stück für Stück aufbauen und schauen, wie sich die Person vor der Kamera fühlt.

Oft wird man nach den ersten Bildern automatisch sicherer.


Muss ich Make-up tragen oder die Nägel machen lassen?

Nein.

Make-up, Nägel und Styling liegen komplett im Ermessen der Person vor der Kamera.

Wenn Make-up normalerweise nicht zu dir gehört, gibt es keinen Grund, sich für das Shooting plötzlich komplett anders aussehen zu lassen.

Dasselbe gilt für Nägel, Haare und andere Stylingdetails.

Ein Boudoir-Shooting soll nicht aus jemandem eine andere Person machen.


Boudoir-Shooting mit individuellem Styling in Nürnberg.

Darf ich jemanden mitbringen?

Ja.

Vertrauenspersonen sind bei meinen Shootings jederzeit willkommen.

Voraussetzung ist nur, dass die Begleitperson den Ablauf nicht stört.

Im besten Fall kann sie sogar ein bisschen helfen.

Zum Beispiel kurz Haare richten oder schauen, ob das Outfit richtig sitzt.

Wenn jemand alleine zum Shooting kommt, funktioniert das natürlich genauso.

Dann muss die Person solche Dinge einfach selbst korrigieren.


Werden meine Boudoir-Bilder veröffentlicht?

Nein.

Die Verwendung der Bilder wird vertraglich festgehalten.

Nur wenn ausdrücklich vereinbart wurde, dass Bilder veröffentlicht werden dürfen, werden sie auch veröffentlicht.

Wenn diese Zustimmung nicht vorliegt, bleiben die Bilder privat.

Gerade bei Boudoir-Aufnahmen ist mir wichtig, dass darüber keine Unklarheit besteht.


Wie stark werden die Bilder retuschiert?

Das wird mit der Person vor der Kamera abgesprochen.

Ich entscheide nicht einfach selbst, welche Dinge angeblich verschwinden müssen.

Ein gutes Beispiel dafür hatte ich bei einem Boudoir-Shooting mit einer Kundin, die einen Blutzuckersensor am Bauch getragen hat.

Ich hätte ihn bei der Bearbeitung entfernen können.

Sie wollte das aber ausdrücklich nicht.

Ihre Begründung war ganz einfach:

Der Sensor gehört zu ihr.

Und genau deshalb ist er auf den Bildern geblieben.

Solche Entscheidungen liegen für mich bei der Person, die auf dem Foto zu sehen ist.


Für wen ist ein Boudoir-Shooting geeignet?

Grundsätzlich für jeden, der Lust darauf hat.

Manchmal braucht es einfach ein bisschen Überwindung.

Das ist vollkommen normal.

Gerade beim ersten Shooting denkt man vorher oft viel mehr darüber nach, wie man aussieht und was eventuell nicht perfekt sein könnte.

Während des Shootings verändert sich diese Wahrnehmung häufig ziemlich schnell.


Boudoir-Aufnahme aus einem Unterwäsche-Shooting in Nürnberg.

„Ich sehe auf Fotos bestimmt nicht gut aus.“

Auch das höre ich immer wieder.

Und genau deshalb schauen wir uns während des Shootings zwischendurch bereits Bilder an.

Es gab schon häufig den Moment, dass jemand am Anfang sehr kritisch mit sich selbst war und später überrascht auf die Kamera geschaut hat.

So nach dem Motto:

„Sehe ich wirklich so aus?“

Ja.

Die Kamera hat nichts Neues erfunden.

Man sieht sich selbst nur normalerweise nicht mit professionellem Licht, einer passenden Pose und aus genau diesem Blickwinkel.


Wo findet ein Boudoir-Shooting statt?

Boudoir-Shootings müssen nicht zwangsläufig nur im Studio stattfinden.

Am häufigsten fotografiere ich solche Shootings in meinem eigenen Fotostudio. Dort kann ich Licht, Hintergründe und Atmosphäre sehr gezielt aufbauen und wir haben einen ruhigen, privaten Rahmen.


Alternativ sind auch Shootings in einem Hotel möglich. Gerade Hotelzimmer können durch ihre Einrichtung, Betten, Fenster und unterschiedliche Lichtstimmungen noch einmal eine ganz andere Bildwirkung erzeugen.


Wenn sich jemand zuhause am wohlsten fühlt, kann das Shooting auch direkt beim Kunden stattfinden. In diesem Fall bringe ich mein benötigtes Foto- und Lichtequipment mit und baue alles vor Ort auf.


Und für ganz Mutige geht natürlich auch Outdoor.

Das ist dann noch einmal eine andere Art von Boudoir-Shooting und braucht natürlich eine passende, möglichst ruhige Location. Dafür können draußen sehr besondere und ungewöhnliche Bilder entstehen.


Boudoir-Shooting an einer individuellen Location.

Was soll ich nach einem Boudoir-Shooting mitnehmen?

Im besten Fall Stolz.

Nicht nur auf die fertigen Bilder.

Sondern auch darauf, dass man sich überhaupt getraut hat.

Dieses Gefühl darf gerne schon während des Shootings entstehen.

Denn wenn jemand merkt, dass die ersten Bilder gut aussehen, sicherer wird und plötzlich Spaß an der Situation bekommt, verändert sich auch die Körpersprache.

Und genau das sieht man später auf den Bildern.

Ein Boudoir-Shooting muss deshalb nicht nur bedeuten, schöne oder sinnliche Bilder zu bekommen.

Es kann genauso bedeuten, sich selbst einmal aus einer Perspektive zu sehen, die man vorher vielleicht gar nicht kannte. 🌹📸



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